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ALLE AM THUMSEE ANGESIEDELTEN EHEMALIGEN GEHÖFTE SIND BAUERNHÄUSER UND STAMMEN AUS DEM 18. JAHRHUNDERT. DER MADLBAUER WURDE UM 1750 ERBAUT UND ETWA BIS 1870 ALS AUSSCHLIESSLICH LANDWIRTSCHAFTLICHES ANWESEN GENUTZT

 

Um 1870 bewohnte eine Frau Posch oder Hillenbrand, die sogenannte „Modlerin“ den Bauernhof „Modei“. Dort führte sie eine Meierei und bot hauseigene Produkte wie Milch, Sahne und Käse an. „Modlerin“ wurde sie offensichtlich deshalb genannt, weil sie Model herstellte, die sie für ihre Butter benötigte. Die Produkte wurden auch schon am Hof serviert. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Anwesen schließlich eine Vollkonzession für die Betreibung einer Gaststätte.

 

Der heutige Name „Madlbauer“ entstand erst um die Jahrhundertwende, abgeleitet von“ Mahd“, dem Mähen der zum Anwesen gehörenden Wiesenflächen. Heute wird die große Madlbauer-Wiese der Öffentlichkeit als Liegewiese für die Badesaison zur Verfügung gestellt. Auf der Wand der rechten Seite des Altbaus befindet sich eine Wandbemalung mit einem die Sense schwingenden Bauern, dem „Madlbauer“.

 

Ab 1909 bis zum heutigen Tag befindet sich das Madlbauer-Anwesen im Eigentum der Familie Niederberger. Der Altbau von 1750 wurde ständig erweitert. Landwirtschaft, Gasthof und Pensionszimmer wurden von den Eltern des jetzigen Eigentümers, Hubert Niederberger, nämlich von Sebastian Niederberger und Frau Anna, geb. Mannhardt, beide ursprünglich aus Bayerisch Gmain stammend, betrieben.

 

Der Madlbauer - einst und heute

Die heutige Jagdstube im Altbau wurde sodann zum Gastraum, war sie doch vor dem 20. Jahrhundert die gute Stube des Bauernhauses. Produkte aus dem eigenen Stall, Fleisch von eigenen Hühnern, Schweinen und Kühen, sowie Fische aus dem Thumsee und Obst von den Obstwiesen, alles wurde im Betrieb frisch verarbeitet. Eine große Karte für Wildgerichte ergänzte das Angebot unter der Leitung Hubert Niederbergers, einem passionierten Jäger. Die gute bürgerliche Küche war bekannt im weiten Umkreis, die Kuchen und Torten beim Madlbauer legendär. Zum Haus gehört seit eh und je eine eigene Wasserversorgung mit frischem Quellwasser. Das Bier und die alkoholfreien Getränke im Madlbauer wurden unter der Führung durch Familie Niederberger immer von Brauerei Bürgerbräu Bad Reichenhall geliefert.

 

Auf dem nahegelegenen Antoniberg am Salinenweg steht die hauseigene Antonius-Kapelle, die man bei einem kleinen Spaziergang vom Madlbauer aus in etwa 20 Minuten erreicht. Die Kapelle ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht und wird von der Familie Niederberger gepflegt. Als Hinweis auf die Antoniuskapelle befindet sich rechts neben dem Eingang zur Bauernstube hinter Glas eine Figur des Hl. Antonius. Eine Bauernregel besagt: „Regnet`s am Antonitag (13. Juni), wird`s Wetter später, wie es mag."

 

Leider gab es auch schlechte Zeiten am Thumsee: Einige Jahre konnte der Madlbauer nämlich nicht von der Familie Niederberger bewirtschaftet werden, weil im Mai 1945 alle Räumlichkeiten von amerikanischen Truppen beschlagnahmt worden waren. Die Bewohner mussten den Madlbauer und die Nebengebäude verlassen. Im September 1945 durfte die Familie dann nach fünf Monaten wieder im rückwärtigen Gebäude einziehen; der MADLBAUER selbst blieb aber weiterhin in den Händen der Amerikaner.

 

Das Anwesen diente fortan den Soldaten aus dem ganzen Umkreis als Unterkunft, besonders aber auch als Treffpunkt für Bewirtung und Geselligkeit. Aus den Wirtsstuben erklangen flotte amerikanische Rhythmen vom Grammophon zum Tanz, aber auch amerikanische Live-Bands traten auf, manchmal auch Musiker aus der Region. Auf solchen Partys wurde das Tanzbein geschwungen und zwar mit ukrainischen, polnischen, russischen und französischen Frauen, die während der Kriegsjahre als Fremdarbeiterinnen tätig waren. Der Kontakt zu deutschen Frauen war zunächst strengstens untersagt. Doch schon nach einigen Monaten gesellten auch diese sich an den Tanzabenden dazu.

 

Als Ende 1947 die Amerikaner abzogen und den Madlbauer freigaben, konnte die Familie Niederberger endlich wieder die Bewirtschaftung übernehmen. Um diese Zeit besuchte auch Heinz Rühmann die Region um Bad Reichenhall, da er als Pilot Kontakte zu den heimischen Flugsportlern am Flughafen Obermühle pflegte. Auch traf er beruflich hierher evakuierte Leute vom Film; unter anderem einen Filmregisseur, der am Thumsee das Pantholzlehen bewohnte. Den nahen Madlbauer wählte Rühmann als Herberge für sich und seine Familie. Er bewohnte Zimmer 1 in der ersten Etage.

 

Für die folgenden 35 Jahre übernahm dann Hubert Niederberger den Familienbetrieb, unterstützt von der Mutter Anna, die fleißig kochte und den berühmten Madlbauer-Kuchen backte, bis sie über 90-jährig verstarb. Da niemand aus der Familie folgte, wird der Madlbauer seit 1985 durch Pächter bewirtschaftet.

 

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